Fahrerflucht/Strafe/Unfallflucht: Welche Strafe droht?

Die Fahrerflucht ist eine Straftat. Die gesetzliche Regelung finden Sie in § 142 Strafgesetzbuch (StGB). Als Strafe bei Fahrerflucht droht nach § 142 Abs. 1 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe. Das ist schon eine heftige Strafdrohung, die Angst machen kann. So schlimm wird es aber nicht kommen.

Was sind die typischen Strafen bei Fahrerflucht?

Im Jahr 2012 gab es insgesamt 41.497 Gerichtsverfahren wegen Fahrerflucht. Strafen gab es nur in 29.586 Fällen: 28.840 Geldstrafen und 746 Freiheitsstrafen. Sie müssten schon sehr viel falsch gemacht haben, um für die Unfallflucht tatsächlich eine Freiheitsstrafe zu bekommen. Die Regel-Fahrerflucht-Strafe ist die Geldstrafe. Und dabei lagen im Jahr 2012 nur 660 über 90 Tagessätzen. In über 95% der Verurteilungen wegen einer Unfallflucht ist die Strafe nicht größer als 90 Tagessätze. Weniger als 0,5% der Verurteilten müssen für die Fahrerflucht tatsächlich eine Freiheitsstrafe absitzen. Sollten Sie zu denen gehören, die eine Freiheitsstrafe bekommen, wird diese in der Regel zur Bewährung ausgesetzt.

Die Regel-Fahrerflucht-Strafe ist also eine Geldstrafe bis zu 90 Tagessätzen. 30 Tagessätze ergeben ein Netto-Monatseinkommen. Damit wird Ihre Strafe aller Voraussicht nach nicht größer sein als drei Monatseinkommen.

Allerdings drohen bei einer Unfallflucht neben dieser Hauptstrafe noch weitere Folgen. Und die könnten für Sie weit unangenehmer sein als die eigentliche Hauptstrafe. Direkt mit dem Urteil könnte ein Fahrverbot bis zu drei Monaten angeordnet werden. Oder es wird die Fahrerlaubnis entzogen und eine Sperrfrist angeordnet. Beim Fahrverbot behalten Sie Ihre Fahrerlaubnis – dürfen sie aber nicht benutzen. Nach Ablauf des Verbots dürfen Sie dann wieder ganz normal Fahrzeuge führen. Bei einer Entziehung der Fahrerlaubnis verlieren Sie Ihre Berechtigung und Sie müssen sich nach Ablauf der Sperrfrist darum kümmern, wieder Fahrzeuge führen zu dürfen. Die Mindestsperrfrist beträgt 6 Monate.

Bei diesen Nebenstrafen sind die Aussichten nicht mehr ganz so rosig. Zusätzlich zu den 29.586 Strafen wurden im Jahr 2012 insgesamt 10.462 Fahrverbote und 11.676 Entziehungen verhängt. Grob ein Drittel bekommt also ein Fahrverbot und einem weiteren Drittel wird die Fahrerlaubnis entzogen.

Damit kennen Sie jetzt die gerichtlichen Folgen einer Fahrerflucht. Strafen bekommen Sie aber auch noch auf andere Weise. So wird sich die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung bei Ihnen melden und Ersatz für die erbrachten Leistungen verlangen. Das ist der Regress der Versicherung. Zusätzlich werden Sie hochgestuft. Sollten Sie am eigenen Fahrzeug einen Schaden erlitten haben, wird die Kaskoversicherung nicht zahlen. Auch die Rechtsschutzversicherung wird sich im Falle einer Verurteilung ihre Auslagen von Ihnen zurückholen.

Bevor Sie jetzt verzweifeln: es gibt eine Lösung.

Lesen Sie weiter: Wie kann man die Folgen einer Verurteilung wegen Fahrerflucht vermeiden?

Nutzen Sie die kostenlose Erstberatung bei Fahrerflucht

Damit es wirklich nicht so schlimm kommt, dürfen Sie keine Fehler machen. Die meisten Mandanten kommen zu mir, nachdem sie bei der Polizei waren und dort eine Aussage gemacht haben. Die Ladungen der Polizei erwecken bewusst den Eindruck, dass man zu den Terminen erscheinen und dass man etwas aussagen muss. Das ist nicht so und Sie sollten unbedingt eine der Beratungs- und Verteidigungsmöglichkeiten nutzen.

Fahrerflucht-HOTLINE

Rufen Sie an, bevor Sie einen teuren Fehler machen. Nutzen Sie die Möglichkeit, direkt mit RA Meinecke zu telefonieren. Unter der Telefon-Hotline 09001-523031 (1,99 €/min aus dem dt. Festnetz; Mobilfunk ggf. abweichend) bekommen Sie sofort Hilfe. Weitere Informationen zur Fahrerflucht-Hotline.

Kontakt

Dipl.-Jur. Carsten Meinecke

mei@ra-meinecke.de
www.ra-meinecke.de

Weitere Informationen:
Strafverteidigung gegen den Vorwurf:
-  der Fahrerflucht;
- der Trunkenheitsfahrt;
- der fahrlässigen Körperverletzung;
- des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

Vertretung bei der Auflösung einer Gemeinschaft durch Teilungsversteigerung.

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